Unser uriges Küchenbord

 

Bevor mein Mann den Kirschbaumstamm

geschenkt bekam,

 

kuechenbord

lag er bei dem Bauern schon

sieben Jahre in der Scheune

und nach vier weiteren Jahren

haben wir ihn zusammen

zum aufsägen gegeben.

Voller Spannung

 

 

haben wir den aufgesägten Stamm wieder abgeholt

und lernten erst über die Zeit zu sehen,

 

uriges kuechenbord

was für ein kostbares Stück es war.

Am meisten hatte es mir

das Holz direkt

unter der Rinde angetahn.

Es anzufühlen, anzuschauen,

 

 

 

ging bei mir durch und durch.

Nach einem weiteren Jahr

trauten wir uns daran,

diesen aufgesägten Stamm,

 

uriges kuechenbord

als Küchenbord zu verarbeiten.

Da ging das Abenteuer

erst so richtig los.

Wie sägt man die Bretter ?

Wie verarbeitet man das ganze,

 

 

um so viel wie möglich von diesem Stamm

verarbeiten zu können ?

Das Ganze sollte gleichzeitig der Norm entsprechen,

 

kuechenbord

da mein Mann gerade

Tischler lernte.

Es bedurfte von meiner Seite

einige Überedungskunst,

ihm das Vertrauen zu geben,

 

 

die Bretter genau so in der Werkstatt zu sägen,

wie wir es uns vorgestellt hatten.

Und zwar für Tischler recht unüblich,

nur auf einer Seite zu besäumen und die andere naturbelassen.

Nach einer gewissen Schwitzpartie wußte ich,

das Holz direkt unter der Rinde ist gerettet.

 

kuechenbord

 

Als nächstes waren die Säulen dran,

die das Bord leicht erscheinen lassen sollten

und gleichzeitig

 

kuechenbord

die Natürlichkeit unterstreichen.

Dazu nahm er kleine Kirschbaumstämme,

die er Jahre vorher

von einem Nachbarn geschenk bekam.

 

 

Etwas intuitiv zu drehen,

was gleichzeitig zu diesem Bord passen sollte,

war die nächste Herausforderung für mein Mann

und er hat diese meisterlich

umsetzen können.

 

kuechenbord

 

Als letztes war die Halterung für die Teller dran,

die uns einiges Kopfzerbrechen bereitet hat,

weil man für dieses Bord nicht die übliche Tellerhalterung nehmen konnte.

Uns war wichtig die natürliche Schönheit zu erhalten.

Mein Mann kam dann auf die Idee,aus einem alten Stück Palisander,

was er geschenkt bekommen hatte,

gewölbte Scheiben zu drechseln und sie zu teilen.

Ich war begeistert von dem Endergebnis

und ich arbeite immer wieder gerne in meiner Küche

und genieße ihre beruhigende und erdende Schönheit.

 

 

 
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